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Mozilla bleibt seiner Linie treu

Sonntag, Juli 19th, 2009 by radboud -----

Tja, allem Anschein nach wartet die Welt keine drei Wochen nach Erscheinen von Mozillas Firefox 3.5 jetzt schon auf Version 3.5.2. So langsam wird mir klar, warum es so viele Leute gibt, die sich das NoScript-Addon freiwillig antun… scheint bei dem Browser sowas wie Pflicht zu sein.

Mozilla macht sich schon wieder lächerlich

Mittwoch, Juli 15th, 2009 by radboud -----

Da hatte Mozilla ein ganzes Jahr Zeit, um ihre Kronjuwelen den Sprung von Version 3.0 auf 3.5 machen zu lassen – ursprünglich sollte diese Version sogar nur „3.1“ heißen, was dann mehr oder weniger kurzfristig umetikettiert wurde – es gab eine beträchtliche Anzahl von Betas und auch die Release Candidates wurden ausgiebige Zeit getestet; man sollte also meinen, dass die finale Version somit frei von gravierenden Fehlern ist und innerhalb der ersten Wochen keine großen negativen Überraschungen bereithält. Tja, sollte man meinen. Die Realität sieht allerdings so aus: link und link.

Jetzt haben die also tatsächlich hunderttausenden von Leuten einen Browser mit einer Lücke ausgeliefert, die dafür sorgt, dass jeder Homepagebetreiber quasi alles mögliche auf dem eigenen Computer ausführen oder die betreffende Kiste gleich auf der Stelle komplett infizieren kann. Ich würde sagen, diejenigen, die mit eingeschränkten Rechten surfen, können sich glücklich schätzen… ein „rm -rf /“ wär sicherlich ’ne unschöne Überraschung. Und auch die Leute, die Autoupdate ausgeschaltet haben und/oder zu denen gehören, die lieber noch so lange bei der alten Version bleiben, bis diese nicht mehr supportet wird, haben diesmal wohl ebenfalls Glück; denn wie in den verlinkten Artikeln zu lesen ist, gibt es noch keinen fix. Und ich bin gespannt, wie lange sie sich dafür Zeit lassen – hoffentlich nicht so lang wie Adobe und crApple es bei vergleichbaren Bugs in der Regel tun. Denn man kann vom Durchschnitts-FF-User wohl kaum erwarten, daß er selbstständig in den versteckten internen Einstellungen wühlt und den ECMAScript jit-compiler per Hand ausschaltet. Was mich an der ganzen Sache stört ist, daß es Microsoft-fanboys und Microsoft selbst nur wieder neue Argumente liefert, um Leute vom Umstieg auf alternative Browser abzuhalten. Die höhere Sicherheit war lange Zeit mitunter das Argument Nr.1, das für Firefox und gegen den IE gesprochen hat. Aber diese Zeiten scheinen so langsam endgültig vorbei zu sein…

Ratze und das geistliche geistige Eigentum

Mittwoch, Juli 8th, 2009 by radboud -----

Da hat sich unser geliebter Papst doch glatt erlaubt gegen die zur Zeit vorherrschende Verteidigung des geistigen Eigentums in den sogenannten „reichen“ Ländern zu wettern. Ich frag mich jetzt tatsächlich, wie Ratze auf die Idee kommt, sowas vom Stapel zu lassen, bzw. warum ausgerechnet unsere ach so christlichen Parteien gerade zu denen gehören, die am derzeitigen Konzept des geistigen Eigentums – in allen Bereichen, in denen es zur Anwendung kommt – am stärksten festhalten. Der Hammer ist besonders folgender Satz:

Das Kirchenoberhaupt mahnte darüber hinaus, in einigen armen Ländern bestünden „kulturelle Leitbilder und gesellschaftliche Verhaltensnormen“, die den Entwicklungsprozess „bremsten“.

Alleine aufgrund der Tradition seiner Vorgänger sollte man erwarten, dass er sich in solchen Belangen lieber zurückhält. Wenn irgendjemand einen kulturellen und/oder gesellschaftlichen Entwicklungsprozess auf irgendeine Art und Weise gebremst hat, dann war das gerade sein Verein. Ich frage mich von daher echt, was gerade in dem Vertreter Gottes auf Erden vorgeht. Vielleicht erste Anzeichen einer sich abzeichnenden Altersdemenz? Ich habe keine Ahnung. Wenn ihr eine Idee habt, dann sagt’s mir.

iStasi

Mittwoch, Juni 24th, 2009 by radboud -----

Mal wieder gibt’s einen Beweis dafür, daß crApple mittlerweile jede Spur von Zurechnungsfähigkeit verloren hat. Ich zitiere aus dem Artikel:

Wer an einem der Projekte arbeitet, die strenger Geheimhaltung unterliegen, muss sich auf dem morgendlichen Weg ins Büro immer wieder ausweisen und schließlich einen Zahlencode eingeben, berichtet ein früherer Apple-Beschäftigter der New York Times. Die Arbeitsplätze selbst sind meist kameraüberwacht. Wer in den sensibelsten Produkttestbereichen arbeitet, muss die Geräte dort mit schwarzen Tüchern abdecken. Liegen die Produkte offen auf dem Tisch, soll eine Warnlampe eingeschaltet werden.

Ein gewisses Maß an Diskretion ist sicherlich nötig, wenn man in einem Unternehmen arbeitet, das sich bei seinen Produkten um Innovation bemüht (auch wenn es im Fall Apple immer nur um Äußerlichkeiten geht, selten um wirklich innovative Technik), aber solche Methoden zeigen einfach, daß sich einige Leute in diesem Unternehmen zu weit von der Realität entfernt haben.

Welcome to China.

Donnerstag, Juni 18th, 2009 by radboud -----

Sooo… wie man unten lesen konnte, hat NoSports aus – meiner Meinung nach verständlichen – Gründen nicht mehr allzu viel Interesse, immer und immer wieder auf das Offensichtliche hinzuweisen, zu kritisieren und zu warnen, wenn es dann im Endeffekt eh nichts bringt. Wenn man sich ins Gedächtnis zurückruft, wie oft in den Blogeinträgen noch ein Funken von Resthoffnung spürbar war, den sicherlich auch alle Leser zum jeweiligen Zeitpunkt geteilt haben – man dann aber immer und immer wieder feststellen musste, dass am Ende doch alles zum negativen tendiert – ist dies glaub ich mehr als leicht nachvollziehbar. Ich beziehe mich hier auf alle Einträge zum Thema Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung, Fingerabdruckpässe und so weiter… es war BEI ALLEN diesen kleinen Bausteinen, die zusammen das Fundament einer Diktatur ausmachen ursprünglich die Frage, ob diese kriminellen Gesetzte ÜBERHAUPT durchgewunken werden. In jedem einzelnen Fall waren alle Versuche, die durchschnittlichen Bürger auf der Straße über die Auswirkungen zu informieren im Endeffekt nichts mehr als verschwendete Energie und Zeit. Jeder hat eine gewisse Frustrationstoleranz, aber irgendwann ist auch die überstrapaziert. Von daher erstmal alles Gute an NoSports, ich glaub du hast dir definitiv ’ne Pause verdient, auch wenn du, wie wir alle, nichts erreicht hast :-p

Ohne noch allzu lange weiter rumzuschwafeln kann ich nur schreiben, dass sich hier trotzdem nicht viel ändern wird. Seht’s einfach als ironisch-sarkastischen Kommentar zu all dem, was eh unvermeidbar zu sein scheint. Wenn die Sachen, die unser Leben scheisse machen, schon eh nicht zu ändern sind, dann kann man sich wenigstens über sie aufregen. Somit ist jeder, der etwas gegen schlechte Software, schlechtes Essen, korrupte Politiker, dumme Werbung, dreiste Mafiakonzerne und sonstiges, vergleichbares hat, hier nach wie vor genau richtig.

Zum Abschluss gibt’s heute einen ganz netten „Leckerbissen“ für alle unter euch, die’s noch nicht bemerkt haben und deren Tag bisher zu gut gelaufen ist…ich gehe jedoch diesmal nicht genauer drauf ein, da es dazu nichts mehr zu sagen gibt, höchstens: Willkommen in China.

Prost und gute Nacht.