Woher das Eine und wohin mit dem Anderen?

Donnerstag, Januar 7th, 2010 by Nosports -----

Das regt mich ja innerlich irgendwie schon sehr auf.
Auf der einen Seite steht ein Rechner, der dauerhaft läuft und Wärmeenergie irgendwo hin abführen muss. Und auf der anderen Seite steht ein Aquarium, welches von irgendwo her Wärme zugeführt kriegen muss und deshalb per stromfressenden Heizstab temperiert wird.

Das beides nicht zu kombinieren wäre so ein wirtschaftlicher Super-GAU, da wird einem ganz schwindelig bei, ich krieg den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf: das Aquarium sollte in jedem Fall die CPU kühlen.Die CPU sollte auf jeden Fall das Aquarium heizen. Zumindest primär. Sekundär könnte ja noch ein Heizstab eingreifen, falls im Idle die Temperatur zu weit absinkt.
Tun sich nur erstmal drei größere Probleme auf:

1. Der Kühlkörper der CPU ist aus Kupfer, welches für Fische sehr giftig ist.
2. Die CPU könnte das Becken zu hoch heizen (Besonders im Sommer).
3. Temperaturschwankungen sind schlecht.

Mögliche Lösungsvorschläge hätte ich auch direkt,

Zu 1: Man könnte eine Silberlegierung auf den CPU-Kühler auftragen, welche es verhindert das Kupferpartikel in das Wasser gelangen. Ob das wirklich ausreichend wäre, weiß ich nicht. Oder man besorgt sich einen Kühlkörper aus Aluminium.

Zu 2: Entweder könnte man das Becken dementsprechend vergrößern, dass auch im Sommer zu hohe Temperaturen auszuschließen sind. Oder man baut einen Temperatursensor ein, der ab einer definierten Temperatur die CPU drosselt. Das ist aber leider beides scheisse.

Zu 3: Fällt mir so nichts ein, müsste man erstmal probieren ob tatsächlich erheblichere Temperaturschwankungen festzustellen sind.

Leider wird das wohl doch noch erstmal ein Gedanke bleiben, besonders weil der Schreibtisch in unabsehbarer Zeit eh seinen Standort wechseln wird. Aber es wurmt mich doch schon irgendwie ziemlich, man sollte da mal ernsthaft drüber nachdenken.

Filterleistungs-Gebamsel

Dienstag, Dezember 8th, 2009 by Nosports -----

Also ganz klar: Aquaristik IST strange. Jeder hat zu allen eine etwas andere (unantastbare) Meinung, da gibt es selbst bei Filteranlagen keine Ausname.
Ich habe hier zwei Außenfilter, eine JBL Cristalprofi und eine Eheim Ecco.

Die JBL besitzt 5 Liter Behältervolumen, davon sind 3,5 Liter Filtermasse, sie wälzt 600 Liter/Stunde um und verbraucht dabei 12 Watt.

Die Eheim hat 4 Liter Behältervolumen, davon sind 2,4 Liter Filtermasse, sie wälzt 500 Liter/Stunde um und verbraucht dabei auch nur 5 Watt.

Und jetzt ratet mal welche der beiden vermaledeiten Pumpen für ein 120 Liter Becken geeignet ist und welche für ein 200 Liter Becken!
Kleiner Tip: Das würde man niemals denken.
Also ich finde das jedenfalls mehr als strange.

Antwort von Tetra

Freitag, November 13th, 2009 by Nosports -----

Ah, Tetra hat auf meine zweite Mail geantwortet.
Ich habe leider keine Erlaubnis die Antwort zu veröffentlichen, daher gebe ich mal sinngemäß wieder was relevantes drin steht.

Den ersten Punkt, das Tetra damals sagte das Nitrit ab 1mg/l tödlich für Fische ist wurde ja schon von Loong in den comments erklärt. Es handelte sich damals nicht um einen NO² Test, sondern einen NO²-H Test. (1 mg/l NO²-N = 3,3 mg/l NO2 (also haben sie die schädliche Grenze sogar herab, statt herauf gesetzt))

Zu dem zweiten Punkt, das Tetra im gegensatz zu allen anderen (leicht schwankenden) Quellen die man so im Netz findet (googelt mal) beschreibt das Fische erst ab 1,6mg/l dauerhaft geschädigt werden schreibt Tetra das Tropenfische nach neuesten Studien eben nicht bei 1 mg/l NO²-N (=3,3mg/l NO²) sterben, sondern sehr viel mehr aushalten. Sie sterben nicht sofort, sondern werden langfristig geschädigt. Abhängig davon ist es ob die Fische plötzlich, oder langsam an hohe Nitritwerte gewöhnt wurden, stress, andere Krankheiten, etc. und vor allem wie lange sie dem Nitrit ausgesetzt sind.
Bei 0,8mg/l Nitrit scheint laut Tetra der Stickstoffkreislauf zwar gestört, man solle das System überprüfen, aber Fische würden auf keinen Fall sterben.
Dann standen dort noch ein paar allgemeine Sachen über Nitrit und das man keinen Bedarf sehe das Produkt, oder die Beschreibung zu ändern.

Also einer der beiden Fachhandel schreibt Bullshit, denn auch hier bei JBL steht

Je nach Empfindlichkeit der Fischart können Konzentrationen zwischen 0,5 und 1 mg/l (ppm) bereits tödlich wirken.

Jetzt überlege ich ja bei JBL noch einmal nachzuhaken was die dazu meinen. Aber ich glaub ich belass es (zumindest heute) dabei. Nitrit ist jedenfalls schädlich, ob Tropenfische jetzt bei 0,5mg/l sterben, oder erst bei 1g/l langsam anfangen blöd im Kopf werden. Wer auch immer recht hat, so wie ich das mitkriege, klettert der Nitrit-Gehalt im eingelaufenen Becken normalerweise niemals über 0,1mg/l – ergo kann man sagen das im Becken etwas nicht stimmt sobald man diesen Wert übersteigt. Und diese Faustformel werde ich weiterhin beibehalten.

Tetracrap hatefriendlymail part III

Mittwoch, November 4th, 2009 by Nosports -----

Okay, möglicherweise war meine letzte E-mail etwas zu grob, ein neuer Versuch.

Sehr geehrter Tetra-Mitarbeiter,

vor ein paar Wochen hatte ich ihnen bereits über dieses Produkt (Tetratest NO²) geschrieben.
Möglicherweise habe ich keine Antwort erhalten, weil sich der Brief für Ihren Geschmack etwas zu bösartig gelesen hat.
Ich werde mich daher dieses mal kurz halten, keine Behauptungen aufstellen und mich ganz freundlich auf die zwei-drei wesenlichsten Fragen beschränken.

1. Warum gab der frühere Tetratest NO² an, dass Nitrit bereits ab 1mg/l tödlich für die meisten Fische ist und heutzutage steht auf der Verpackung nur der Hinweis das 1,6mg/l Nitrit langfristig schädlich für die meisten Fische ist? (alte Verpackung, siehe hier http://aquarium-info.org/wtmfaq/tet-no2.htm) [Die Frage hat Loong schon hier in den comments beantwortet, es handelte sich damals nicht um einen NO² Test, sondern um einen NO²-N Test]

2. Warum sind die Nitritgrenzen bei dem Konkurrenzprodukt aus dem Hause JBL so fundamental anders? Der Test geht von <0,01mg/l bis 1mg/l, ihr Produkt hingegen von <0,3mg/l bis 33mg/l. Bereits ab 0,025 mg/l Nitrit kommt man laut JBL Test in den gelben Bereich. Möglicherweise ist das übertrieben, aber ihr Test sagt jemanden, der sich nicht woanders informiert, dass alles unter 1,6mg/l schon in Ordnung sein müsste und das Werte die kurz darüber gehen die Fische eine zeit aushalten müssten. Finden sie das nicht verbesserungswürdig? Wenn nein, warum nicht? Mit freundlichen Grüßen nosports Disclaimer: Hiermit wiederrufe ich dieses Dokument gegen den 5. Punkt (Einreichung von Unterlagen) ihrer Nutzungsvereinbarung[1] und stelle es unter die Lizenz "Public Domain" (http://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de). Dies geschieht, damit der Autor dieses Dokuments bei einer Veröffentlichung nicht von der Firma Tetra verklagt werden kann. [1] http://www.tetra.de/tetra/go/6190E38BE5C163261F0600FE06B3A9D2/?lang_id=1

Tetracrap hatemail part II

Montag, November 2nd, 2009 by Nosports -----

UPDATE: Okay, Loong hat mich in den comments darauf hingewiesen das der alte Test den NO²-N gehalt und nicht NO² misst. Ich ziehe es also hiermit zurück das Tetra neuerdings einen anderen Nitrit Grenzwert benutzt.

Bisher habe ich noch keine Antwort von Tetra erhalten. Wenn da in zwei Wochen noch nichts gekommen ist, werde ich mich bei der nächsten Instanz darüber beschweren das meine Beschwerde ignoriert wurde. Zumindest eine Antwort kann ich ja wohl verlangen.
Aber so nebenbei wollte ich noch erwähnen, dass Tetra im Jahre 2001 noch einen Nitrit-gehalt von 0,25mg/l als „belastet“ bezeichnete, 0,5mg/l bei „Seewasser auf Dauer schädlich und Süßwasser bedenklich“ und bei 1mg/l davon ausging das dies für die meisten Fische tödlich istwar. Die Messskala selbst ging damals von <0,1mg/l bis 10mg/l und heute, wir erinnern uns, von <0,3mg/l bis sage und schreibe 33mg/l. Was also bewegt Tetra zu behaupten, dass plötzlich erst ein Nitrit-gehalt ab 1,6mg/l langfristig schädlich für Fische ist, wo es bei ihnen doch vorher ab 0,5mg/l anfing bedenklich zu werden!? Die Fische bilden gerade wegen der ganzen Umweltverschmutzung langsam Antikörper, oder wie lautet da wohl am Ende die Erklärung? Ich rall das nicht!

EDIT: Noch was am Rande:

Sie kennen eine Website, Blog, Diskussionsbeitrag, etc. wo über dieses Produkt berichtet wird?
Schicken Sie uns den Link, wir veröffentlichen diesen hier.

Nein, tut ihr anscheinend nicht!

Tetracrap hatemail

Dienstag, Oktober 20th, 2009 by Nosports -----

Oben Tetra, unten JBLAbb.:Oben Tetra, unten JBL

Gerade eine E-mail an die Aquarienzubehörfirma Tetra geschickt. Meiner Meinung nach ein riesiger Kackladen!

Sehr geehrter Tetra-Mitarbeiter,
seit nicht allzulanger Zeit bin ich mit einer 10 jährigen Pause erneut zum Aquaristik Freund geworden und war sofort wieder fieberhaft dabei.
Da ich ein neu eingerichtetes Becken aufgestellt hatte, habe ich mir den oben genannten Nitrittest aus ihrem Hause gekauft (Tetratest NO²).

Nun steht bei diesem Produkt schon auf dem Karton, „[…]Bereits ein Nitrit-Gehalt von mehr als 1,6mg/l ist langfristig schädlich für ihre Fische.[…]“. In der Packungsbeilage selber finden sich keine weiteren Hinweise auf Grenzwerte.
Ich wurde also in dem Glauben gelassen, dass ein Nitrit-Gehalt von 0,8mg/l noch lange nicht besorgniserregend ist und beließ es dabei.
Nachdem mir nach und nach die Fische weg starben, suchte ich die Zoohandlung „Futterhaus“ (Auricher Straße 153, 26721 Emden) auf und lies mich dort fachlich beraten. Der Mitarbeiter war geradezu entsetzt über den hohen Nitrit-Gehalt, der ja laut ihrem Test noch im positiven Bereich zu sein scheint.
Mittlerweile habe ich es mithilfe von Wasserwechsel/Wasserzugaben geschafft den Nitritwert auf „<0,3mg/l" (laut Tetratest) zu kriegen. Da dies die Unterste Skala des Tetra Nitrittests ist, der ja auf der Verpackung vorgibt "Zuverlässig und Genau" zu sein sollte also das Problem gelöst sein. Als ich dann nach weiterem Fischsterben etwas später die genannte Zoohandlung Futterhaus aufsuchte, um dort auf das Serviceangebot zurückzukommen, mein Wasser vor Ort genau prüfen zu lassen, sagte man mir das der Nitritwert mit exakt 0,3mg/l immernoch viel zu hoch sei! An diesem Punkt kamen wir auf den Nitrittest aus ihrem Hause zu sprechen. Als ich sagte das der unterste Wert der Farbskala "<0,3mg/l" ist, stieß ich auf Entsetzen. Der Verkäufer öffnete eine Packung des Tetratest NO², um sich selbst davon zu überzeugen das dem so ist. Noch während dieses Gesprächs mit dem Mitarbeiter der Zoohandlung wurde die Testreihe Tetratests aus dem dortigen Angebot entfernt. Ich habe etwas nachrecherchiert und so ziemlich alle Quellen im Internet bestätigten die Aussage des Fachverkäufers: "Der Nitritwert sollte nicht größer als 0,03mg/l sein." (Man beachte die Nullstelle!!). Alle Quellen deuten schon bei 0,2mg/l Nitrit im Wasser auf die allerhöchste Alarmstufe hin und raten das man ab 0,5ng/l Nitrit die Fische sofort umsetzt! Diese genannten Werte benutzt auch der Nitrittest der Firma JBL, die ich nun einsetze. Besser noch: Der JBL Test geht nur bis maximal 1,0mg/l, anstatt wie ihr Test bis sage und schreibe 33mg/l. Denn wenn der Wert höher als 1,6mg/l ist, sind die Fische wahrscheinlich bereits tot! Wieso so ein hoher Maximalwert? Zudem ist der JBL Test genauer, wesentlich leichter ablesbar, leichter anzuwenden und obendrein auchnoch billiger! Aber das nur so am Rande. Vielen Dank, dass ich durch ihren Test Fische im Wert von ca. 300 Euro verloren habe und der Rest durch wahrscheinliche Organschäden auch nicht alt werden wird. Ein Nitrit-Gehalt von mehr als 1,6mg/l ist jedenfalls schon auf kurze Sicht gesehen absolut tödlich für die meisten Aquarienfische und nicht bloß "langfristig schädlich"! Zudem ist <0,3mg/l NO² keineswegs ein Wert den man als "Genau" bezeichnen kann! Wieso ist dies bereits die unterste grenze? Wieso ist die oberste Grenze so hoch? Wie kann es, dass ein Unternehmen ihrer Größe mit jahrzehntelanger Erfahrung so etwas nicht weiß? Wie kann das sein? Können sie mir das bitte einmal ganz genau erklären? Mit fassungslosen Grüßen, nosports P.S.: Zuerst wollte ich Quellen aus dem Netz nennen, aber wenn sie mir nicht glauben, googeln sie doch einmal selbst. Disclaimer: Hiermit wiederrufe ich dieses Dokument gegen den 5. Punkt (Einreichung von Unterlagen) ihrer Nutzungsvereinbarung[1] und stelle es unter die Lizenz "Public Domain" (http://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de). Dies geschieht, damit der Autor dieses Dokuments bei einer Veröffentlichung nicht von der Firma Tetra verklagt werden kann. (Ich überlasse doch nicht einfach so einer Firma die kompletten Rechte an etwas das ICH verfasst habe.) [1] http://www.tetra.de/tetra/go/6190E38BE5C163261F0600FE06B3A9D2/?lang_id=1

Nebenbei, wer die Webseite der Firma Tetra besuchen möchte, um mal die AGB und Nutzungsbedingungen zu lesen (Popcorn bereithalten), sollte auf jedenfall darauf achten, dass er scripte der Domain etracker.de nicht zulässt. Ist ja widerlich.

EDIT: Und hier nochmal die Rückseite der Verpackung, falls wer nciht glaubt das die wirklich meinen 1,6mg/l Nitrit sei grenzwertig: