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Mondpreisige E-Book Reader und der Realitätsverlust der Industrie
Thursday, January 7th, 2010 by radboud -----Heute hab ich in den News gelesen, dass Samsung auf der CES ‘nen neuen E-Book Reader vorgestellt hat. Ich hab wirklich viele PDFs und es kommen regelmässig welche dazu, so dass es sich für mich definitiv lohnen würde, wenn ich mir so ein Gerät zulegen würde. Aber: Die absurde Realität der Elektronikindustrie sorgt dafür, dass es in absehbarer Zukunft nicht dazu kommen wird. Der oben erwähnte Reader ist das Paradebeispiel dafür weswegen nicht: Die wollen für das Teil tatsächlich 699 Dollar haben!! Das ist mehr als ich vor etwas über einem Jahr für mein neues(!) Thinkpad mit allem drum und dran bezahlt habe! WARUM ist die SCHEISS Industrie nicht in der Lage, einen stinknormalen pdf/txt und eventuell rtf/odf/postscript fähigen Reader für unter €100,- rauszubringen, ohne irgendwelchen WLAN-Müll, Bluetooth, automatische Buchdownloadfunktion, nachträglich durch den Händler löschbare Bücher (hallo Amazon!) oder sonstigen Müll??! Wenn man via Google schnell ein paar von diesen unsäglichen Preisvergleich-Sites in Verbindung mit “ebook reader” absucht, muss man feststellen, dass man KEINEN Reader für unter 200 Tacken bekommt, abgesehen von dem Sony PRS-300, der in einigen Shops für etwas unter 200 in anderen aber auch über 200€ angeboten wird. Es geht hier um ein kleines Stück Plastik mit Monochrombildschirm und Miniakku wie er in jedem MP3-Player steckt. Anscheinend ist das aber so teure, komplizierte und hypermoderne Technik, dass man ohne massig Kohle nicht an die Dinger rankommt.
Am liebsten würd ich zur CES fahren und an Samsungs Stand randalieren.
Scheiss Intel
Wednesday, January 6th, 2010 by radboud -----Also manchmal glaub ich ja echt ich werd’ nicht mehr. Jede Person, die einen richtig schönen, schnellen Computer haben will, macht sich beim Hardwarekauf genaue Gedanken darüber, wie er für einen guten Preis möglichst performante Hardware kaufen kann, damit die tägliche Arbeit (und bei vielen auch das Spielen) möglichst flüssig und ohne nervige Wartezeiten vonstatten geht. Was CPUs angeht greifen viele Leute zum vize-Marktführer AMD, weil die Qualität der Prozessoren mit denen von Intel identisch ist (Haltbarkeit, Wärmeentwicklung), aber die Preise wesentlich weniger unverschämt sind und man so mehr Leistung für weniger Geld bekommt. Davon abgesehen bringt AMD seit Jahren immer wieder Innovationen bei x86 basierten Prozessoren, die dann später auch von Intel übernommen werden (z.B. Virtualisierungserweiterungen, AMD64, etc).
Trotz allem bleibt Intel Marktführer, was sicherlich durch deren aggressives Marketing zu erklären ist (man erinnere sich nur an die nervigen 2-Sekundigen “Intel inside” Einblendungen, bei normaler PC-Werbung im Fernsehen, sofern in dem Beworbenen Teil ‘ne Intel CPU steckt.)
Man sollte also davon ausgehen, dass Intel mit seiner Marktführerschaft zufrieden ist – aber nein, anscheinend reicht ihnen das nicht – sie müssen durch schmutzige Tricks auch noch die Konkurrenz Ausbremsen.
Zieht euch das rein: Die bringen’s tatsächlich fertig, dass, wenn nach dem Auslesen der CPU-ID rauskommt, dass es sich nicht um eine Intel-CPU handelt, sämtliche Optimierungen (SSE1/2/3 und ähnliches) ungenutzt bleiben, selbst wenn der jeweilige Prozessor SSE unterstützt. Das ganze konnte via Benchmarks belegt werden und nach Vortäuschen einer Intel CPU-ID liefen betreffende Programme auf einmal wesentlich schneller.
Ich find sowas ist ‘ne Sauerei und ‘ne Verarschung derjenigen, die teuer Kohle für einen Compiler ausgeben, den ich bisher eigentlich für gut gehalten hab, der dann aber in bestimmten Situationen einfach nicht die eigentlich möglichen Ergebnisse bringt. Compiler und Prozessorhersteller in einem passt einfach nicht… jedenfalls nicht im Fall von Intel.
Jetzt also 2010…
Friday, January 1st, 2010 by radboud -----Es ist gerade Neujahrsnachmittag und ich wunder mich, wie schnell der Jahreswechsel vorüber ist. Fand’s lustig, dass Nosports gestern die Sache mit den Vorsätzen angesprochen hat. Was mich angeht, ich hab diesmal absolut keine – ich glaub Menschen mit defizitärer Selbstdiziplin wollen sich irgendwann die regelmäßige Erkenntnis ersparen, daß die guten Vorsätze schonwieder über’n Haufen geworfen wurden und machen sich deshalb erst gar keine.
Jedenfalls will ich auch nochmal allen ‘nen schönes – wirklich hoffentlich schönes – neues Jahr wünschen. Von Jahrzehnt will ich lieber garnicht sprechen – R.I.P. 2009.
Was ich mir für 2010 wünsche:
Dass endlich mal wieder die Kanäle zufrieren, damit man wieder auf’s Eis kann.
…die Deutsche Bahn nicht anfängt, Biertrinken in ihren Zügen zu verbieten.
…die VDS durch’s BVG eingestampft wird.
…wieder mehr Netbooks mit Linux auf den Markt kommen.
…sich < video > Tags als Alternative zu Flashvideos durchsetzen.
…Mozilla sich mehr um’s Bugfixen statt um Featureintegration kümmert.
…der glossy/Klavierlack-Wahn bei Elektrogeräten verschwindet (schön wär’s).
…die Autobahnbaustelle zwischen Emden und Leer verschwindet.
(Ich denke mal acht Wünsche sollten für’s erste genug sein ;)
Ansonsten glaub ich, dass es eher unspektakulär werden wird. Aber vielleicht werden wir ja überrascht.
Dein Firefox arbeitet gegen dich
Thursday, November 12th, 2009 by radboud -----Wie schon bereits zuvor in diesem Blog nachzulesen, ist Mozillas Firefox bestens dabei, die Nachfolge von Microsofts Internet Explorer anzutreten – nicht nur was den Marktanteil angeht, der stetig und unaufhaltsam steigt – sondern auch was die immer größere Anzahl an gefährlichen Bugs angeht. Das Problem des immer unsicherer werdenden Firefox wurde hier schon behandelt, nur leider scheint sich in dem Bereich keine Besserung einzustellen, denn das wichtigste Ziel scheint zu sein, durch noch mehr Features noch mehr Marktanteile zu sichern, anstatt sich um die Robustheit des eigenen Produktes zu kümmern. Aber wie man jahrelang am IE sehen konnte: Fehlerfreiheit interessiert die breite Masse nicht. Jetzt hat Cenzic, die sich besonders auf Sicherheit im Web spezialisiert haben, mal alle großen Browser unter die Lupe genommen, um festzustellen, wie der Aktuelle Stand in Sachen Sicherheit bei den einzelnen Browser ist. Und – wer hätte das gedacht?! Firefox ist noch vor crApple’s Safari der verwundbarste Browser von allen. Hier die kritischen Bugs pro Browser in der ersten Jahreshälfte 2009 prozentual veranschaulicht:

Was mich fast viel mehr schockiert als das schlechte Abschneiden von FF, ist die Tatsache, dass Microsoft anscheinend aus seinen Fehlern gelernt hat und trotz der extremen Verbreitung des Browsers nur so wenig kritische Bugs vorweist. Mozilla sollte vielleicht mal sein Entwicklungsmodell überdenken und mehr Zeit in Qualitätskontrolle investieren. Ein Browser, der mein sonst relativ gut abgesichertes System zur Zielscheibe macht, kommt mir jedenfalls nicht auf den Rechner.
de.wikipedia.org: gelöscht. Begründung: Nicht (mehr) relevant.
Monday, October 19th, 2009 by radboud -----Ok, so, ich hab keinen Bock mehr. Wollte gerade mal wieder was bei Wikipedia nachschlagen, nur um mal wieder eine von diesen widerlichen “Artikel gelöscht” Seiten vorgesetzt zu bekommen. Die deutsche Wikipedia ist zum letzten lächerlichen Abfall verkommen: Nichts als Umleitungen auf Unterpunkte in schon bestehende, aber nicht tief genug gehende Artikel, Löschungen, Zusammenkürzungen und immer wiederkehrende vollkommen sinnlose Reverts von sinnvollen Bearbeitungen der Artikel. Seit Jahren musste ich in diversen Webforen immer wieder lesen, dass diverse frühere Wikipedia-Autoren aufgehört haben, dort Artikel zu erstellen, weil sie einfach keinen Bock mehr auf den Scheißladen haben, in dem einige kleine, mit Minderwertigkeitskomplexen behaftete Nerds sich an ihrer fragwürdigen Autorität aufgeilen müssen. Die deutsche Wikipedia ist SOWAS von scheiß-typisch deutsch – im negativen Sinne – dass es schon fast wieder amüsant wirkt. Wie gesagt, seit langer Zeit schon hört man massig Beschwerden über die Admins und dass immer mehr Autoren der Site den Rücken gekehrt haben – aber erst jetzt merkt man (oder zumindest ich) massiv, dass man die de.wikipedia mittlerweile vergessen kann. Ich hätte die letzte Woche mal zählen sollen, wie oft ich auf einem englischen Artikel war, der in dieser Box auf der linken Seite gleichzeitig Links in bis zu 15 anderssprachigen Versionen des Artikels enthielt – aber natürlich ohne eine deutsche Version. Tja, in Deutschland ist eben nichts relevant und nichts enzyklopädischer Inhalt. Deswegen ist die deutsche Wikipedia für mich (und verdammt viele andere) auch nicht mehr relevant, denn das ganze ist nurnoch ein schlechter Witz geworden. Wenn ich ein reinrassiges Lexikon will, in dem nur Wissenschaftliche und vom Mainstream als wissenswert betrachtete Dinge aufgeführt sind, dann hole ich mir auch ein scheiß Lexikon. Wikipedia macht den Reiz aus, dass es sehr viele Informationen darüber hinaus enthält – auch wenn man immer im Hinterkopf behalten muss, dass die Informationen vielleicht nicht zu 100% akkurat sind. Die Deutsche Wikipedia hat diesen Vorteil aber mittlerweile eingebüst und von daher in meinen Augen keine wirkliche Daseinsberechtigung mehr. Bin übrigens nicht der einzige, der so denkt. Alles verdammt schade, aber zum Glück ist bisher nur die deutsche Wikipedia zu einem Haufen Abfall verkommen.
Nachtrag von 17:29 Uhr: Hab gerade gelesen, dass es bei de.Wikipedia in Sachen Löschwut gerade so richtig schön abgeht. Kann man HIER nachlesen. Also das ist mittlerweile nicht nur ärgerlich, sondern schon übelst erschrenkend, was da für Zustände herrschen.
Unsere Bürgerrechtspartei Nr.1
Tuesday, September 22nd, 2009 by radboud -----Ok, einige wird es möglicherweise schon nerven, aber der Aktualität halber gibt’s mal wieder einen Eintrag mit Bezug auf die unmittelbar bevorstehende Wahl:
Diejenigen von Euch, die nicht vollkommen uninformiert sind, haben sicherlich mitbekommen wie seit einiger Zeit jede Partei versucht, den Anschein zu erwecken als würden sie sich für die Bürgerrechte interessieren. Als erstes ist mir dieser Umstand bei der Verräterpartei aufgefallen. Das war zu dem Zeitpunkt als es gerade extrem chic wurde, ständig über die globale Erwärmung und Klimaschutz zu reden und sogar Parteien die bekanntlich auf so etwas scheißen, wie unter anderem die CDU, fleißig bekundet haben, dass hier unbedingt gehandelt werden müsste bevor es zu spät ist und die Umwelt ja doch ganz wichtig ist, etc. – mehr oder weniger hatte innerhalb kürzester Zeit jede Partei sich den Umweltschutz ganz dick auf die Fahnen geschrieben, so dass die Grünen, die Umfragetechnisch eh ziemlich am Arsch waren sich überlegen mussten wofür oder wogegen SIE jetzt auf einmal sein sollen, weil die anderen sich offenbar tatsächlich erdreistet hatten, ihnen ihr Kernthema wegzunehmen. Kurze Zeit später fingen die Grünen also damit an, einen auf Bürgerrechtspartei zu machen. Nur “leider” kam das bei all den Leuten, die sie potenziell damit hätten ansprechen können (soll heißen als Wähler gewinnen) nicht gerade gut an, da die Partei sich seit ’99 wie wild darum bemüht hatte, jegliche Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Die FDP und zum Teil die Linken hatten in ihrem Wahlprogramm seit längerem zumindest auf dem Papier stehen, dass sie eigentlich gegen solche Sachen wie staatliche Totalüberwachung, präventives Abknallen potentieller Terroristen und Spionage im Dienste der Contentmafia sind – allerdings haben sie diese Punkte nie an die große Glocke gehangen; es hat sich für sie einfach nicht gelohnt, denn das “wichtigste” ist ja nun mal, bei der Wahl Prozente abzusahnen, egal was danach kommt. Erst als sich so langsam abzeichnete, dass man ja doch zwei, drei – vielleicht sogar noch einen oder anderthalb mehr – Pozentpunkte an eine Partei wie die Piraten verlieren könnte, haben sie auf einmal angefangen, sich darüber Gedanken zu machen, wie man diesen kleinen, aber im Endergebnis vielleicht ausschlaggebenden Prozentsatz für sich sichern könnte. Und wer hätte gedacht, auf welch genial unerwartete Idee sie gekommen sind? Auch auf einmal einen auf Bürgernähe und Bürgerrechte machen!! Jeder der solche bzw. solche Videos oder solche Websites sieht, merkt schon wie der Hase läuft. Vollkommen ungeachtet der Tatsache, dass FDP den Großen Lauschangriff direkt (mit) zu verantworten haben und die SPD diejenigen waren, welche die Erkennungsdienstliche Behandlung die bei der Beantragung von Reisepässen verpflichtend ist, die Vorratsdatenspeicherung und die neue deutsche Internet-Zensurinfrastruktur mitzutragen haben.
Während all dieses Theater vonstatten ging, hielt sich die Union verständlicherweise zurück – denn all die Dinger, die von den anderen so schlechtgeredet werden (obwohl sie in großem Umfang mit dafür verantwortlich sind), wurden von ihnen schließlich immer und immer wieder verteidigt und als super effektive Maßnahmen gegen die ganzen Terroristen, die Deutschland ständig angreifen oder es zumindest versuchen und gegen die sich ins Maßlose steigernde Kriminalität angepriesen. Dazu passt dieses Video – das Gerüchten zufolge von der jungen Union oder einem/einigen ihrer Mitglieder stammen soll. Es sollte jedenfalls nachdenklich stimmen, warum unter dem youtube-Account NUR dieses eine Video hochgeladen wurde und auf der Profil-Seite des Nutzers der Link zu einem Blog aufgeführt ist, das auch nur EINEN Eintrag enthält – der sich wiederum nur auf das Video bezieht, das die Ziele der Piratenpartei ins lächerliche zu ziehen versucht, übertrieben darstellt und so weiter.
Um zum Punkt zu kommen: Die CDU hat sich also als scheinbar einzige etablierte Partei nicht großartig darum gekümmert, als Freund von Bürgerrechten wahrgenommen zu werden (brauchen sie anscheinend auch nicht, sie haben ja eh die besten Umfragewerte). Umso mehr ist mir die Kinnlade nach unten geklappt, als ich heute durch einen guten Kollegen auf DIESEN Text hier aufmerksam gemacht wurde. Um’s kurz zu machen: Was dort steht ist der absolute Oberhammer. Wer von Euch Zeit hat, sollte sich das mal komplett durchlesen, der Rest aber zumindest den letzten Absatz, der alles auf den Punkt bringt – den zitiere ich hier mal als ganz besonderen Leckerbissen gleich vorweg:
Deswegen gilt: Wer seine Stimmen für die Rückgewinnung unserer Freiheitsrechte einsetzen will, muss bei dieser Bundestagswahl FDP, CDU oder CSU wählen. Wer daran zweifelt, ob er eine dieser Wahlmöglichkeiten vertreten kann, der sollte die Sachfragen des Wahl-o-maten und des Wahltests beantworten. Wer hier in den meisten Fragen (über 50%) etwa mit der FDP überein stimmt, der kann am Sonntag guten Gewissens seine Stimmen für die Zukunft unserer Freiheitsrechte einsetzen. Es gibt keine Alternative: Wir brauchen dringend freiheitsfreundliche Politiker an der Macht. Nicht nur mit Verfassungsbeschwerden, auf Demonstrationen und in Petitionen, sondern auch in der Wahlkabine am Sonntag müssen wir alle unsere Stimme erheben für unser Recht auf ein Leben in Freiheit statt Angst.
Das sollte man sich also auf der Zunge zergehen lassen. Nach einer beileibe nicht kurzen Analyse der politischen Landschaft und der Positionen der Parteien kommt der Autor hier tatsächlich zu dem Schluß, dass die CDU unser aller Rettung vorm Polizei-, Überwachungs- und Präventionsstaat ist. Die CDU!! Wie konnten wir das vorher nur die ganze Zeit übersehen??! Wie Karl Nagel einmal sagte: “Politik macht krank (…)” – und ich kann nur zustimmen – scheinbar vor allem geistig. Prost.
Mozilla bleibt seiner Linie treu
Sunday, July 19th, 2009 by radboud -----Tja, allem Anschein nach wartet die Welt keine drei Wochen nach Erscheinen von Mozillas Firefox 3.5 jetzt schon auf Version 3.5.2. So langsam wird mir klar, warum es so viele Leute gibt, die sich das NoScript-Addon freiwillig antun… scheint bei dem Browser sowas wie Pflicht zu sein.
Mozilla macht sich schon wieder lächerlich
Wednesday, July 15th, 2009 by radboud -----Da hatte Mozilla ein ganzes Jahr Zeit, um ihre Kronjuwelen den Sprung von Version 3.0 auf 3.5 machen zu lassen – ursprünglich sollte diese Version sogar nur “3.1″ heißen, was dann mehr oder weniger kurzfristig umetikettiert wurde – es gab eine beträchtliche Anzahl von Betas und auch die Release Candidates wurden ausgiebige Zeit getestet; man sollte also meinen, dass die finale Version somit frei von gravierenden Fehlern ist und innerhalb der ersten Wochen keine großen negativen Überraschungen bereithält. Tja, sollte man meinen. Die Realität sieht allerdings so aus: link und link.
Jetzt haben die also tatsächlich hunderttausenden von Leuten einen Browser mit einer Lücke ausgeliefert, die dafür sorgt, dass jeder Homepagebetreiber quasi alles mögliche auf dem eigenen Computer ausführen oder die betreffende Kiste gleich auf der Stelle komplett infizieren kann. Ich würde sagen, diejenigen, die mit eingeschränkten Rechten surfen, können sich glücklich schätzen… ein “rm -rf /” wär sicherlich ‘ne unschöne Überraschung. Und auch die Leute, die Autoupdate ausgeschaltet haben und/oder zu denen gehören, die lieber noch so lange bei der alten Version bleiben, bis diese nicht mehr supportet wird, haben diesmal wohl ebenfalls Glück; denn wie in den verlinkten Artikeln zu lesen ist, gibt es noch keinen fix. Und ich bin gespannt, wie lange sie sich dafür Zeit lassen – hoffentlich nicht so lang wie Adobe und crApple es bei vergleichbaren Bugs in der Regel tun. Denn man kann vom Durchschnitts-FF-User wohl kaum erwarten, daß er selbstständig in den versteckten internen Einstellungen wühlt und den ECMAScript jit-compiler per Hand ausschaltet. Was mich an der ganzen Sache stört ist, daß es Microsoft-fanboys und Microsoft selbst nur wieder neue Argumente liefert, um Leute vom Umstieg auf alternative Browser abzuhalten. Die höhere Sicherheit war lange Zeit mitunter das Argument Nr.1, das für Firefox und gegen den IE gesprochen hat. Aber diese Zeiten scheinen so langsam endgültig vorbei zu sein…
Ratze und das geistliche geistige Eigentum
Wednesday, July 8th, 2009 by radboud -----
Da hat sich unser geliebter Papst doch glatt erlaubt gegen die zur Zeit vorherrschende Verteidigung des geistigen Eigentums in den sogenannten “reichen” Ländern zu wettern. Ich frag mich jetzt tatsächlich, wie Ratze auf die Idee kommt, sowas vom Stapel zu lassen, bzw. warum ausgerechnet unsere ach so christlichen Parteien gerade zu denen gehören, die am derzeitigen Konzept des geistigen Eigentums – in allen Bereichen, in denen es zur Anwendung kommt – am stärksten festhalten. Der Hammer ist besonders folgender Satz:
Das Kirchenoberhaupt mahnte darüber hinaus, in einigen armen Ländern bestünden “kulturelle Leitbilder und gesellschaftliche Verhaltensnormen”, die den Entwicklungsprozess “bremsten”.
Alleine aufgrund der Tradition seiner Vorgänger sollte man erwarten, dass er sich in solchen Belangen lieber zurückhält. Wenn irgendjemand einen kulturellen und/oder gesellschaftlichen Entwicklungsprozess auf irgendeine Art und Weise gebremst hat, dann war das gerade sein Verein. Ich frage mich von daher echt, was gerade in dem Vertreter Gottes auf Erden vorgeht. Vielleicht erste Anzeichen einer sich abzeichnenden Altersdemenz? Ich habe keine Ahnung. Wenn ihr eine Idee habt, dann sagt’s mir.
iStasi
Wednesday, June 24th, 2009 by radboud -----Mal wieder gibt’s einen Beweis dafür, daß crApple mittlerweile jede Spur von Zurechnungsfähigkeit verloren hat. Ich zitiere aus dem Artikel:
Wer an einem der Projekte arbeitet, die strenger Geheimhaltung unterliegen, muss sich auf dem morgendlichen Weg ins Büro immer wieder ausweisen und schließlich einen Zahlencode eingeben, berichtet ein früherer Apple-Beschäftigter der New York Times. Die Arbeitsplätze selbst sind meist kameraüberwacht. Wer in den sensibelsten Produkttestbereichen arbeitet, muss die Geräte dort mit schwarzen Tüchern abdecken. Liegen die Produkte offen auf dem Tisch, soll eine Warnlampe eingeschaltet werden.
Ein gewisses Maß an Diskretion ist sicherlich nötig, wenn man in einem Unternehmen arbeitet, das sich bei seinen Produkten um Innovation bemüht (auch wenn es im Fall Apple immer nur um Äußerlichkeiten geht, selten um wirklich innovative Technik), aber solche Methoden zeigen einfach, daß sich einige Leute in diesem Unternehmen zu weit von der Realität entfernt haben.
Welcome to China.
Thursday, June 18th, 2009 by radboud -----Sooo… wie man unten lesen konnte, hat NoSports aus – meiner Meinung nach verständlichen – Gründen nicht mehr allzu viel Interesse, immer und immer wieder auf das Offensichtliche hinzuweisen, zu kritisieren und zu warnen, wenn es dann im Endeffekt eh nichts bringt. Wenn man sich ins Gedächtnis zurückruft, wie oft in den Blogeinträgen noch ein Funken von Resthoffnung spürbar war, den sicherlich auch alle Leser zum jeweiligen Zeitpunkt geteilt haben – man dann aber immer und immer wieder feststellen musste, dass am Ende doch alles zum negativen tendiert – ist dies glaub ich mehr als leicht nachvollziehbar. Ich beziehe mich hier auf alle Einträge zum Thema Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung, Fingerabdruckpässe und so weiter… es war BEI ALLEN diesen kleinen Bausteinen, die zusammen das Fundament einer Diktatur ausmachen ursprünglich die Frage, ob diese kriminellen Gesetzte ÜBERHAUPT durchgewunken werden. In jedem einzelnen Fall waren alle Versuche, die durchschnittlichen Bürger auf der Straße über die Auswirkungen zu informieren im Endeffekt nichts mehr als verschwendete Energie und Zeit. Jeder hat eine gewisse Frustrationstoleranz, aber irgendwann ist auch die überstrapaziert. Von daher erstmal alles Gute an NoSports, ich glaub du hast dir definitiv ‘ne Pause verdient, auch wenn du, wie wir alle, nichts erreicht hast :-p
Ohne noch allzu lange weiter rumzuschwafeln kann ich nur schreiben, dass sich hier trotzdem nicht viel ändern wird. Seht’s einfach als ironisch-sarkastischen Kommentar zu all dem, was eh unvermeidbar zu sein scheint. Wenn die Sachen, die unser Leben scheisse machen, schon eh nicht zu ändern sind, dann kann man sich wenigstens über sie aufregen. Somit ist jeder, der etwas gegen schlechte Software, schlechtes Essen, korrupte Politiker, dumme Werbung, dreiste Mafiakonzerne und sonstiges, vergleichbares hat, hier nach wie vor genau richtig.
Zum Abschluss gibt’s heute einen ganz netten “Leckerbissen” für alle unter euch, die’s noch nicht bemerkt haben und deren Tag bisher zu gut gelaufen ist…ich gehe jedoch diesmal nicht genauer drauf ein, da es dazu nichts mehr zu sagen gibt, höchstens: Willkommen in China.
Prost und gute Nacht.



