Zettelwirtschaften

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Also das Anstrengenste an Neugeborenen sind ja wohl echt mal diese sinnlosen Papierschiebereien! Ist das ein nerviger Scheiss!
In etwa läuft sowas folgendermaßen ab:
Man erhält Zettel A von Amt 1. Damit marschiert man zu Amt 2 und erhält gegen Vorlage von Zettel A und 15 Euro das Papier B. Damit wiederrum marschiert man zu Amt 3 um C anzufordern. Nachdem man dann irgendwann bei 4 gegen Vorlage von B den Schein C abholen kann, erhält man nebenbei die aktualisierte Version von dem Schein B. Mit C darf man dann -sobald man wie immer vor 12 Uhr den Weg zum korrekten Bürokomplex findet- den ja so wichtigen Schein D zum ausfüllen mit nach Hause nehmen. Fertig ausgefüllt braucht man nurnoch herausfinden, wo man gegen Vorlage von A, dem aktualisierten B, C, D, diversen Mutter-Dokumenten und ein paar Euros den Schein E abholen kann um dann letztendlich irgendwo den Passierschein A 38 zu ergattern. Der Rest läuft dann fast nurnoch über den Postweg. Am Ende erhält das Neugeborene dann nach erstaunlich kurzer Zeit seine persönliche und lebenslang gültige *Trommelwirbel* Steuer-Identifikationsnummer! (Einigen Mitbürgern noch als Personenkennzahl, oder auch Reichspersonalnummer bekannt.)

Als wenn man gerade nichts besseres zu tun hat, als dafür Sorge zu tragen, dass das Kind in seiner Zukunft besser Überwacht werden kann. Ich kann diesen Scheiss garnicht korrekt zum Ausdruck bringen, es kotzt mich an!

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4 Responses to “Zettelwirtschaften”

  1. gurkensenf Says:

    da lob ich mir das bei uns:

    ich bekam im krankenhaus alle unterlagen mit, ging zum magistrat, bekam einen stempel und einen 75,- gutschein für babyartikel, fuhr mit der bestätigung zum finanzamt, legte sie vor und schon wars das.

    noch kurz zur gebietskrankenkasse und die geburt nochmal anzeigen und das wars.

    obwohl österreich als bürokratenland verschrieen ist (vor allem bei uns ösis selbst), so ist es doch in gewissen dingen ein segen.

    vor allem kannst bei uns sehr sehr viel online erledigen.

    blöde frage: was bekommst eigentlich in D monatlich für die kinderbetreuung und wie lange?

  2. flex Says:

    Das erinnert doch sehr stark an „das Haus, das Verrückte macht“ aus dem „Asterix erobert Rom“ Film :). (http://www.comedix.de/lexikon/db/haus_das_verrueckte_macht.php)

    EDIT from nosports: Link gefixed.

  3. Nosports Says:

    Hier kriegt man glaube ca. 184 Euro Kindergeld pro Kind (Seit Anfang des Jahres sind es 20 Euro mehr, so ein Schwachsinn) und ein Jahr lang irgendwie 67% oder etwas weniger vom Gehalt. So grob gesagt, da gibt es noch tausende bekloppte Sonderregelungen.

    @Flex: Hehe, genau darauf wollte ich auch anspielen, eine legendäre Szene. :)

  4. gurkensenf Says:

    bei uns bzw. bei der regelung die wir gewählt haben (gibt untersch. modelle) läufts so ab:

    für die ersten 2.5 lebensjahre gibts 450,- monatlich + familienbeihilfe (zw. 105 – 200,- aber die gibts aber eh fast ewig, also wenn das kind mal studiert, bekommen die eltern diese noch immer).

    bei mir ist´s mit drei kindern jetzt so, dass wir die 450,- + knapp 600,- im monat bekommen.

    dazu kommen dann noch der alleinverdienerabsetzbetrag + mehrkindzuschlag. das bringt dann auch noch knapp über 100,-/monat.

    (dazu gibts noch unterstützungen zum schulbeginn, für kinderbetreuungskosten und und und…)

    tja, aber alle bei uns meckern über „den staat“…

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