Mein Gespräch mit den Zeugen Jehovas

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Freitag Nachmittag, die Türklingel geht los. Wer kann das sein?
Es waren zwei ältere Herren mit Aktenkoffern die nicht von der GEZ waren. Nach dem ersten Satz war es klar: „Guten Tag, haben sie eine Minute Zeit, wir möchten gerne mit ihnen über Gott reden.“
Ich dachte mir, „Ah Zeugen Jehovas“ und antwortete, „KLAR!“.
Wärend der eine fast schon eingeschüchtert drein schauend seine Blicke permanent von meinen T-shirt zu KFZ Kennzeichen wechselte und eher abseits stand sowie kein Wort redete, plapperte der andere munter drauf los. Ich musste zurückhaltend sein, denn ich wollte sie nicht gleich verschrecken.
Ob ich mir denn vorstellen könnte das es irgendwann keine Krankheiten, keinen Tod, kein Leid, keine Kriege und nichts schreckliches mehr geben könnte. Ich antwortete lächelnd: „Auf GARKEINEN Fall!“ Der Zeuge lächelte freundlich aber besserwissend zurück. Er erwiderte, „Nein? Doch das WIRD aber bald so sein. Das wäre doch schön, oder etwa nicht?“ „Joa, sicher“, antwortete ich, „Aber wenn es keinen Tod geben würde, würde das eine Menge Probleme mit sich ziehen und Krieg liegt leider in der Natur der Menschen.“ Er zog ein Buch mit dem Titel „Was die Bibel wirklich lehrt“ heraus und sprach: „Aber HIER steht das geschrieben, dass das so eintreffen wird!!1!“ Ich erklärte ihm natürlich das dort ja vieles stehen könnte. Er blätterte eifrig und zitierte ein paar Stellen, mit dem Resultat, dass wir uns im Kreis drehten.
Als nächstes fragte der Zeuge wie ich denn zu Jesus stehe. Meine antwort darauf lies nun auch dem Redner der beiden das entsetzen ins Gesicht zeichnen: „Ich denke Jesus war ein stinknormaler Mensch wie jeder andere auch, er hatte Ideale die er verbreiten wollte.“ Der Zeuge lachte laut los als wenn ich der letzte Vollidiot wäre, „EIN STINKNORMALER MENSCH?! Er wurde von Gott gesand!“ Ich hielt es für richtig ihn darauf hinzuweisen, dass Jesus selbst das eventuell niemals behauptet hat und das nur einige Deppen gerüchtet hatten Immerhin ist die Geschichte ja schon ziemlich alt. Wir drehten uns im Kreis.

Wie ich zu Gott stehen würde wollte er als nächstes wissen. Ich überlegte einen längeren Augenblick um da irgendwie ein gutes Argument abliefern zu können.
Ich versuchte es auf die Schiene zu drücken das die Bibel das im übertragenen Sinne meint, eine Art Handbuch mit groben Tips wie man ein anständiges Leben führen kann. Mit Gott meinte der Schreiber eventuell jeden Menschen. Verstößt man gegen diese Regeln droht die Hölle auf Erden. Nebenbei erwähnte ich noch das die Bibel heutzutage durch das Strafgesetzbuch abgelöst worden ist. Einige Argumentationsketten später stand fest: Wir drehten uns im Kreis.
Er zitierte die Bibel „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“, ich unterbrach: „Das würde ja fast schon bedeuten das dieser Gott rachsüchtig ist“ Er war der Meinung das es das ja gerade nicht bedeuten würde. Wir drehten uns im Kreis.
Der Zeuge fragte ob ich denn die Bibel schon einmal ganz gelesen hatte. ZACK, nun hatten sie mich. Ich wollte nicht Lügen und antwortete mit „Nein, nicht komplett. -.- “ Natürlich sollte ich das schleunigst mal nachholen und das wäre dann ja auch alles kein Wunder das ich so denke und so weiter. Ich sagte das mir das was ich gelesen habe reicht, was dazu führte das wir uns wieder im Kreis drehten.
Die Zeugen merkten, dass der Zeitpunkt gekommen war zu verschwinden. Sie wiesen mich noch auf ihre Treffen hin und das ich natürlich jederzeit vorbei kommen kann und fragten ob sie mir ein Exemplar von „Was die Bibel wirklich lehrt“ da lassen sollen.
Bevor die das noch jemanden anderes andrehen bei dem die dann wohlmöglich erfolg haben, nahm ich dieses alberne Buch an, welches ich später unschädlich gemacht hatte.
Leider konnte ich das jetzt nicht alles 1:1 wiedergeben, wenn die das nächste mal kommen lotse ich die direkt ins Wohnzimmer, stelle Tee und Plätzchen bereit und frage ob das klar geht wenn ich ein Diktiergerät mitlaufen lasse. Ich bin mir zu 100% sicher, dass sie nichts dagegen einzuwenden haben. Dann bin ich auch besser vorbereitet.
Irgendwie sind sie ja putzig.

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10 Responses to “Mein Gespräch mit den Zeugen Jehovas”

  1. Nosports Says:

    Preisfrage: Wieviele Wörter hat dieser Blogeintrag? :D

  2. Radboud Says:

    > wc -w blogeintrag.txt
    670 blogeintrag.txt
    >

  3. Radboud Says:

    (ohne die Überschrift)

  4. Nosports Says:

    Hm, tatsache, wc zeigt 670 Wörter an. WordPress sagt aber es sind genau 666 Wörter. crap

  5. jth Says:

    Morgens um acht
    Mitten in der Nacht
    Es klingelt an der Tür
    Noch halb im Koma
    Das glaubt mir keiner
    Da will jemand was von mir
    Ich mach mal offen
    Was seh ich denn da
    ‚Ne junge Braut nee sogar zwei
    Sie wolln die frohe Botschaft verkünden
    Mit einer Mark bin ich dabei

  6. Hyrican Says:

    Der Wachturm ist die ofenbarung
    für all die Gotteskinder!
    Packt sie weg
    es hat keinen Zweck,
    Pornos sind mir lieber!

  7. kausi Says:

    DER WACHTURM!!1!

  8. Glamr Says:

    Jaja die Zeugen Jehovas…
    Wenn sie nicht grade den Weltuntergang verkünden belästigen sie andere Leute mit ihrer Dummheit,
    wie ein Großteil der CDU-,FDP- und Die Linken-Wähler.

  9. nils Says:

    irgendwie.. dreht sich bei mir alles *gg

  10. rumpel Says:

    Passend dazu: Der Kackturm

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