(Tagesschau) über DRM

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Den Artikel find ich jetzt an sich garnicht mal so schlimm, abgesehen von der lächerlichen Schockerüberschift „Im „Piraten-Netz“ durch Skandinavien reisen“, oder dieser noch schlimmere Untertitel in der Mitte irgendwo, „Wirkliche Kontrolle gibt es schon lange nicht mehr“ (Wann gab es jemals mehr Kontrolle als zu diesen Zeiten? Wann? WANN????) ist an dem Artikel eigentlich nichts großartiges auszusetzen, immerhin wird dort auch genannt das P2P Netzwerke nicht wie im Volksmund oft angenommen wird illegal sind, denn in erster Linie werden dort erstmal Linux Distributionen, freie Musik und ähnliches verteilt. Das da jetzt auch Copyright-Content (bitte nicht mit Creative Commons verwechseln!) zu kommt, sollte für jeden der sich sein Internet nicht nur ausdrucken lässt nachvollziehbar sein. Dann müsste man auch zwangsweise HTTP verbieten, denn ich behaupte einfach mal aus dem Bauch heraus, dass man unter diesem Protokoll mindestens genausoviel Copyright belastetes Material findet, wie unter beispielsweise Bittorrent (los, Browser zu du Verbrecher).

Aber wie die Herren dort DRM, Digital Rights Management, (Oder von Richard Stallman liebevoll Digital Restriction Management getauft) beschreiben ist ja mal echt scheisse, wahrscheinlich wissen die selbst nichtmal was das genau für einen bedeutet:

DRM-Systeme stehen in der Kritik, weil sie meist auch die Rechte legaler Nutzer beschneiden, indem sie z.B. Privat- und Sicherungskopien verhindern. Zudem gibt es eine große Anzahl untereinander inkompatibler Systeme, die die Nutzung erschweren und vom Anwender einen erhöhten Aufwand verlangen.

Wenn ich nicht vorher schon wusste was so scheisse an DRM ist, wüsste ich echt nicht was die im Endeffekt genau damit meinen.
Mit „zueinander Inkompatibler Systeme“ ist gemeint das wenn man eine DRM-verdreckte CD gekauft hat nicht nur gerade übers Ohr gehauen wurde, sondern es besteht zudem die große Wahrscheinlichkeit das die CD zwar vielleicht in der Sony Anlage läuft, sie dann aber im PC, oder Autoradio das Verhalten einer Salamischeibe annehmen könnte.
Ja, das erschwert die Nutzung doch schon wie von der Tagesschau auch vorbildlich genannt wurde erheblich. Aber es ist durch erhöhten Aufwand möglich die kaputten CD’s trotzdem abzuspielen schreiben sie ja auch. Nun, wie kann man die CD wohl trotzdem ohne Hardware-hacks im Autoradio abspielen? Richtig, kopieren! Dafür muss man aber den Kopierschutz der CD umgehen, was auch wohl nichtmal einem unterdurschnittlichen Windowsuser ein Problem bereiten wird. Nur ist alleine schon der Versuch strafbar und könnte theoretisch sogar mit Gefängnisstrafe belegt werden.
Und wenn es alleine nach der Musikindustrie ginge, würde es darauf auch den Brennnesselarm und Todesstrafe geben.

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2 Responses to “(Tagesschau) über DRM”

  1. Haggi Says:

    Natürlich ist BitTorrent eine Verbrechertechnologie – wer daran bisher gezweifelt hat, konnte eh nie wirklich ernst genommen werden. Meiner Meinung nach sollte jeder verantwortungsvolle ISP den gesamten Verkehr dieses Protokolls komplett blockieren. Und die oben geäusserte Idee bezüglich HTTP ist garnicht mal so schlecht. Ein anderer Ansatz wäre, angeforderte HTTP-requests nur durch Eingabe einer persönlichen Identifikationsnummer (z.B. aus dem Personalausweis extrahiert) zu versenden. Dies würde die Identifikation, gerade von in der Datenbank potenzieller Gefährder verzeichneter Personen, wesentlich erleichern. Am Beispiel China ist für jeden klar ersichtlich, dass zumindest die flächendeckende Registrierung eines Jeden, der auf das Internet zugreift, auch in der Praxis technisch zu bewerkstelligen ist. Wenn wir im internationalen Vergleich im Kampf gegen den Terror nicht zurückfallen wollen, müssen wir jetzt handeln. Ganz zu schweigen von dem Volkswirtschaftlichem Schaden, der jährlich durch das massenhafte illegale Kopieren Urherberrechtlich geschützten Materials entsteht – und im Endeffekt allen schadet. Raubkopierer sind und bleiben Verbrecher.

    Übrigens bin ich nicht überrascht von der Tatsache, dass es gerade in Linux- und OpenSource-Kreisen üblich ist, die Distributionen und Programmpakete mit Hilfe von BitTorrent zu verteilen…

    PS: denkt mal drüber nach!

  2. Reisen-Quelle » Blog Archive » Re: Der ist doch harmlos! - Variante des Bagle-Wurms auf Reisen Says:

    […] reisenp > Desweiteren nen halbwegs vernünftigen Virenscanner im Hintergrund > laufen lassen und alles up-to-Date halten. So verfahre ich schon seit > Jahren und ich habe noch nie Probleme mit Viren/Würmer oder ähnliches > Getier gehabt ! > Is eigentlich garnich so schwer ! Ist ja richtig, aber schwachsinnig. warum soll ich mir den kopf für die schwachmaten zerbrechen, die horendes geld für ihre unsichere software nehmen. für das geld, das ein *modernes* windows kostet verlange ich eben wenigstens eine grundsicherheit und nicht zusatzausgaben für virenscanner. ich habe übrigens selbst bislang *holzklopf* keinen ärger mit irgendwelchen schädlingen gehabt. nur einmal, zu dos-zeiten (ne fremde disk eingelegt hehe). das lag aber nicht an der güte meines windows (oder auch Linux) sondern daran, daß ich mir eben stundenlang den kopf zerbrochen habe, wie ich meinen router konfiguriere, Mail über Linux abfackel, nur in ausnahmefällen (z.b. beim Onlinegamen) über windows surfe und von natur aus sowieso etwas paranoid veranlagt bin. und dabei habe ich noch nichtmal nen virenscanner. […]

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